Ekel

 Seit  einiger Zeit wohne ich auf einem Bauernhof am nordlichsten Rand der Stadt Bottrop. Hier ist eigentlich kaum etwas vom Ruhrgebiet zu merken, als dessen schwarzes Herz Bottrop ehemals galt. Im Gegenteil. Meine Nachbarschaft ist eher münsterländisch-ländlich-bäuerlich geprägt. Richtig angekommen bin ich hier erst mit der ersten Telekom-Rechnung. Sie wies im Adressfeld die Orstbezeichnung Bottrop-Ekel aus.

 

War das nur ein neuerlicher Gipfel in den Ärgernissen, die man als Telekom-Kunde so erdulden muß? Sollte ichmich da geehert fühlen? Sollte ich beleidigt sein? Keine Ahnung. Allerdings war ich etwas erstaunt. Nach einiger Recherche konnte ich erkennen, dass Ekel tatsächlich ein Stadtteil Bottrops, genauer eine Bauernschaft in Kirchhellen, ist. Auf einer Karte Bottrops umrissen befindet sich Ekel genau hier:

                              Quelle der Karte: www.Bottrop.de

 

Da ich im Laufe der Recherchen in der Nachbarschaft eigenen Auges, bzw im Net aufbereitet, nette Dinge und Tatsachen entdeckten konnte, war ich mit dem Telekomadressfeld versöhnt. Besonders die geschichtlichen Geschehnisse, die auf Bottrop.de berichtet werden sind meines Erachtens bemerkenswert und zeigen einen Humor, den auch ich schätze.

Genaueres zu Ekel hier.

Ich kam zu dem Fazit: Ekel hat einiges an und für sich. Sozusagen zu bieten.

 

Als da wären:

Die Kindergartenbaugemeinschaft, einen eigenen Bürgermeister, der gar kein Ekeler ist, der Kirchenbauverein Ekel (hat es immerhin zu einer Kapelle gebracht). Dazu je nach Saison massig Erdbeeren oder Spargel. Den Bauernolympiadenausrichterhof Steinmann, einen Golfplatz, die Kneipe Zur allten Schmiede.

Dazu sanfte Hügel, Wiesenbäche in kleinen Tälern. Pferde, Kühe und allerlei Entdeckenswertes.

Also bekenne ich nun restlos überzeugt, frei und stolz:

Ich wohne in Ekel!

 

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